Donnerstag, 7. Dezember 2017

Selbstbestimmt Schlafen

Ich habe über das selbstbestimmte Schlafen hier bei uns und wie das abläuft bestimmt schon mal geschrieben, aber ich würde es gerne noch einmal tun. Denn es ist so wichtig, gerade in diesem Bereich, dem Kind einen sehr großen Grad an Selbstbestimmtheit zu lassen. Ist doch überhaupt nicht schwer, es ist sogar ziemlich einfach, wenn man bereit ist, sich immer wieder neuen Gegebenheiten und Situationen anzupassen.

In Schweden vor etwas über einem Jahr, da kann ich mich noch sehr gut dran erinnern, hatten wir bzw. Jakob es schwer mit dem Einschlafen. Das war aber zu dem Zeitpunkt schon die zweite Phase, denn die erste hatten wir bereits gehabt, als er Krabbeln lernte. Nun, und jetzt war es das Laufen, was ja im Oktober 2016 aktuell wurde und im November natürlich auch noch war. Und es war egal, ob es um das Mittagsschläfchen oder den Nachtschlaf ging - es war unglaublich langwierig.

Teilweise hat das Zubettbringen Stunden gedauert. Also gerne zwei oder auch drei. Wobei abends meist länger als mittags.

Das sind so Zeiten, wo ich es schwierig fand und wo es deswegen besonders wenig klappte - vermutlich - mit der Selbstbestimmung. Gerade weil wir sowieso viel angespannt waren und wirklich nur Zeit für uns und jeder für sich hatte, wenn der Lütte schlief. War also alles nicht genial. 

Man muss loslassen. Verantwortung stückchenweise abgeben, aber nicht völlig freie Hand lassen. Denn das wiederum verwirrt und macht unsicher. Einschlafbegleitung ahoi!

Aber auch völlig verständlich von Kindesseite her. Krabbeln und Laufen, was für Meilensteine. Da ist überhaupt keine Zeit zum Schlafen. Nie und überhaupt gar nicht. Sah ich ein.

Denn eigentlich bringt ein Säugling ja schon alles mit an Selbstbestimmung fürs Schlafen. Wir haben ihn immer und überall schlafen lassen. Wir haben ihn niemals geweckt, das machen wir auch heute nicht, er darf schlafen wann und wo und wie er möchte. Das ist für mich sehr wichtig. Für mich selbst gibt es wenig Schlimmeres als müde zu sein und nicht schlafen zu dürfen/ können. 

Und außerhalb der oben angesprochenen Phasen ist es inzwischen so pupseinfach, mit ihm ins Bett zu gehen und das genau zu dem Zeitpunkt, an dem er wirklich müde ist und nicht mehr auf der Matratze hüpft, stundenlang nuckelt (seit der Schwangerschaft wirklich unangenehm) oder mehr als drei Bücher lesen möchte.  

"Papa Bett" oder "Mama Bett" reicht völlig aus. Oder er geht einfach direkt dorthin, legt sich unter die Decke und verlangt "Buch ßauen" oder "Mama Hamm". 

Also, das geht jetzt so lange gut, bis irgendwas Neues kommt ;)

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