Freitag, 8. Dezember 2017

Hauptsache Gymnasium (WTF?!)

Beim Autofahren und morgens daheim höre ich DLF. Nachmittags gibt es dort das Feature "Campus & Karriere". Das hörte ich gestern, als ich den Lütten abholte.  Es ging um den Übergang von der vierten Klasse auf die weiterführende Schule. Und zwar nicht auf irgendeine, sondern wenn überhaupt möglich dann doch bitte aufs Gymnasium.

Weiterführende Schulen - hauptsache Gymnasium 

Und da wurde etwas gesagt, was mich an die Decke gehen ließ:

"Dass eine Realschule ja nicht bedeutet, dass es das war. Sondern auch die Realschule bietet alle Möglichkeiten, qualifizierte Abschlüsse zu erlangen. Über das Berufskolleg, über einen späteren Übergang aufs Gymnasium. Wir haben zum Beispiel viele Kinder, die von der Realschule kommen. Das heißt, hier besteht die Möglichkeit auch so noch das Abitur zu machen."

Ich kam 1999 auf die Realschule bei uns im Ort, von der ich ganz regulär 2005 abging. Mit Abschluss (haha), dem qualifizierten sogar, mit dem ich theoretisch direkt weiter hätte auf das (Fach)abitur zusteuern können. Aber das wollte ich absolut nicht. Also erstmal Ausbildung und Co.

Aber gut, eigentlich egal, denn was ich meine: 1999 ist schon ein paar Jährchen her, aber bitteschön, wie kann sich in diesem doch überschaubaren zeitlichen Rahmen aus der damals wirklich guten Realschule eine neue Hauptschule entwickelt haben?
Denn zugegeben, die Hauptschule hatte damals bereits keinen guten Ruf, aber auch dort konnte man eine Art erweiterten Abschluss machen, und überhaupt: diese Entwicklung KOTZT MICH ECHT AN. Und was kommt in zwanzig Jahren dann? Das Hochgymnasium oder was?

Kann man ohne Abitur nicht mehr leben? Ist das Leben ohne Abitur nicht mehr lebenswert? Was macht die Welt ohne Abitur? Wir sind VERLOREN ...

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