Eingewöhnt?!

Ich brauche klare Grenzen. Also klare, abgeschlossene, ganz klar voneinander getrennte Linien. Das heißt, auch im menschlichen Rahmen. Was völliger Schwachsinn ist. Klar soweit.

So wünschte ich es mir auch bei der Eingewöhnung. Eingewöhnen, Zackbumms, fertig ist die Schoose. Haha, ja. Richtig, da war ja noch etwas.

Love geht nun seit neun Wochen zur Tagesmutter. Neun Wochen! Die Zeit ist gerast und ich frage mich jetzt, wo würde ich nun den Schnitt setzen? Im Nachhinein. 

Denn natürlich war es nicht so "Bäm, yesss, Eingewöhnung: Check!" und ich habe guten Gewissens Zuhause angefangen zu arbeiten. Nee nee, aber eher nicht so.

Wir sind Menschen. Menschlich. Also sehr unberechenbar. Jeder Tag ist anders und immer gibt es andere Möglichkeiten, wie etwas wird. Absolute Unvorhersehbarkeit gepaart mit - ja, Zweifeln!

Erst sah es ganz gut aus. Dann kam ein kleiner Rückfall. Dann diese absolute wie ich fand ganz furchtbare Trennungsangst. Die wir nur durchgestanden haben, weil wir uns immer vergewissert haben, dass es ihm nach nur wenigen Minuten wieder besser ging. Auch wenn ich da schwer gewankt habe und uns ohne Betreuung gesehen habe.

Bereits zu dem Zeitpunkt hat er aber schon die vorgesehenen sechs Stunden bei E gut gemeistert, nur das Abgeben morgens war die Hölle. Aber sogar geschlafen hat er ab und zu dort. Geschlafen! Das fand ich ganz schön beeindruckend. 
Ich weiß nicht, wie lange das wohl ging, das Hinbringdrama, es war eine kleine Ewigkeit. Aber dann, auf einmal, wir kamen aus Berlin zurück und dachten uns schon "Himmel, er war jetzt vier Tage nur mit uns zusammen, wie wird das wohl?"

Überraschungen, nicht wahr? Unvorhersehbarkeiten, ihr erinnnert Euch? 

Und so war es dann ganz, ganz anders. Die Verabschiedungen seitdem morgens sind ein Traum. Ein Träumchen am frühen Morgen quasi. Wenn Jonas ihn bringt, wenn ich ihn bringe, alles gar kein Problem. Egal wer es von uns macht, egal von wem er sich zuerst Zuhause verabschieden muss, es klappt super. 
Love ässt sich mit Aussicht auf E problemlos wickeln und anziehen und ist ganz vorfreudigst. Auch ihren Namen hat er inzwischen ganz gut drauf und das Schläfchen mittags - nun ja, entweder er macht es dort, eher selten, und wenn nicht, dann eben Daheim.  

Seitdem geht es nur noch bergauf. Bis es jetzt eigentlich nicht mehr viel besser werden kann.

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