Samstag, 18. März 2017

Der Alltag hat uns wieder

Das klingt jetzt vielleicht eher negativ, meine ich aber gar nicht so. Ganz im Gegenteil: ich und wir, also Love und ich, brauchten ihn wieder. Dringend!


Ich war immer im Zwiespalt mit mir und meinem Wesen, bereits als Jugendliche, als Auszubildende, als Studentin: brauche ich wirklich diesen Alltagstrott, dieses alltägliche Einerlei oder ist es nicht total langweilig?! Ödet es mich nach einer Weile nicht total an: ja, doch, sehr, irgendwann schon, für eine Weile.

Also klar ist es langweilig, immer mal wieder, aber dafür gibt es ja so lustige Ausweicher wie Besuch von Freunden, Besuch bei Freunden, Krankheiten diverser Familienmitglieder ... Dankeschön, genau deshalb habe ich gerade von Ausweichern genug.


Ich merke, wie sehr ich, gerade jetzt mit Love, einen klar strukturierten und gut ablaufenden Alltag brauche. Er gibt mir die nötige Sicherheit - eine Sicherheit, die natürlich trügerisch ist und ihre Tücken hat, gerade mit Kind. Aber andererseits ist sie für mich einfach super wichtig. Und für Love auch, das merkt man inzwischen sehr deutlich. Sobald das Wochenende da ist, fällt der Mittagsschlaf kürzer und andersartiger aus. Sobald Jonas zu einer Zeit da ist, die Jakob seltsam vorkommt - nun gut, dann ist klar, irgendwas ist anders, dann verhält er sich auch anders. Aber schön ist, dass er am nächsten Tag, der z.B. ein Dienstag ist, sofort wieder in den alten Trott verfällt. So nach dem Motto: "Ah ja, kenne ich, prima. Alles beim Alten."

Also, gerade ist Wochenende, nicht so richtig Alltag, aber irgendwie auch schon, denn Jonas ist gerade zum Arbeiten in die Uni gefahren und von daher: irgendwie doch alltäglich. 

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