Mittwoch, 29. März 2017

Lieber Frühling!

Endlich bist du da. Bereits seit Tagen herrschen hier Glücksgefühle noch und nöcher vor, bei mir, beim Lütten, bei einfach allen Menschen um uns herum wie mir scheint. Endlich hast du es zu uns geschafft! 
Kassel-Harleshausen hat einen neuen Glanz, einen neuen grünfarbenen-narzissengelben Schleier bekommen. Die Hügel, auf die wir runderhum schauen, sind nicht mehr länger gräulich-grünlich-milchig, sondern erstrahlen bald in ganz neuem Kleid.


Vor allem in diesem Jahr habe ich dich heiß ersehnt - ich kann mich nicht daran erinnern, jemals so auf dich gewartet zu haben; selbst im letzten Jahr nicht. Liegt vermutlich an Love, der die frische Luft so sehr braucht wie ich Bücher, um zu leben und zu atmen. Und endlich macht das Rausgehen wieder Spaß: keine dicken Klamotten, keine doppelten und dreifachen Lagen, keine Mützen, Schals, Handschuhe, die man überall vergisst, die es einem heiß und kalt über den Rücken laufen lassen, wenn man sie aus- und anzieht und die Temperatur doch irgendwie nie richtig ist. 

Lieber Frühling, endlich bist du hier!

Dienstag, 28. März 2017

"Hochsensibilität erkennen und damit leben"

Auch wenn ich den Titel nicht ganz glücklich gewählt finde (dieses "damit leben" hat für mich einen eher negativen Anklang), war dieses eineinhalbtägige Seminar doch der Wahnsinn, in einem durch und durch positiven Sinne. Wir waren eine nicht zu große Gruppe, aber auch nicht zu klein, der Dozent ist super nett und unkompliziert und er weiß, wovon er redet (nicht nur, weil er selbst hochsensibel ist, sondern weil er einfach kompetent in jeglicher Hinsicht war). Ich habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt und obwohl ich am Samstagabend platt war wie nichts, wusste ich, dass der Tag ein voller Erfolg war und der Sonntag es sicherlich auch würde. Auch wenn man dann so ausgelaugt und kaputt ist, so glücklich kann man sein. Es war einfach an der Zeit, so ein Seminar zu machen: vom Zeitpunkt her perfekt, vom Inhalt auch!



Apropos Inhalt, wir haben nur kurz das theoretische Brimborium angesprochen bzw. durchgesprochen und sind schnell in die vollen gegangen, was glaube ich allen gut geholfen hat und niemand wurde irgendwie zurückgelassen, da alle Teilnehmer*innen sich bereits mit dem Thema (dem Theoretischen) befasst hatten.
Wir haben positive und negative Aspekte der Hochsensibilität auf dem Flipchart gesammelt, und, das für mich wichtigste, Methoden durchgearbeitet, die uns helfen sollen, mit diesem Wesenszug besser durch unseren jeweiligen Alltag zu kommen (sprich Meditation). Es ging im Wesentlichen um Wahrnehmungssteuerung, Selbstmitgefühl, Achtsamkeit und am Sonntag v.a. um Abgrenzen, ein für mich wahnsinnig wichtiges Thema.
Besonders toll war natürlich, andere Hochsensible zu treffen, sich auszutauschen, festzustellen, man ist nicht alleine, man ist nicht einfach nur "empfindlich", es gibt noch einige andere, denen es ebenso geht, sich verstanden fühlen ... Alle sehr wichtige Aspekte eines solchen Seminars, nicht nur inhaltlich also ein Erfolg auf der ganzen Linie. 
Jetzt habe ich ganz vielen neuen Input bekommen und muss mich damit nochmal beschäftigen und v.a. es üben, anzuwenden. Von nichts kommt nichts und das war zwar ein sehr schöner, aber nichtsdestotrotz arbeitsreicher Anfang.

Montag, 27. März 2017

Er spielt!

Man mag mich für verrückt oder plemplem halten, ob der nächsten Worte, die hier folgen, aber ich mag mal was erzählen. Vielleicht ist es auch schon das eine oder andere Mal hier herübergekommen, nur nicht so deutlich: Love ist kein Spieler ;) Nein, ganz im Ernst, er hatte es bisher nie mit Spielezeug und ich fand es wahnsinnig schwer, ihn zu beschäftigen. 
Er hat, in einem Sinne, wie ich es verstehe, sich nämlich mit Dingen auseinanderzusetzen, sich mit ihnen beschäftigen - nun ja, wenig gemacht. Wenn, dann nur kurz, selten mit Spielzeug an sich (das war mir ja noch herzlich egal, er durfte bei uns immer fast alles haben, musste jetzt nicht aus seinem Repertoire sein) und ich empfand, gerade den Winter, als teilweise höchst anstrengend. Am liebsten ist er einfach draußen, da beschäftigt er sich schon erheblich besser. Er kann halt laufen, er ist dann unterwegs, das ist sein Ding. (Udn darüber dürfen wir uns überhaupt net beschweren, ich meine, hallo, was haben wir mit dem Würmli denn immer gemacht?) 
Und deswegen ging ich auch immer so gerne in Spielgruppen, obwohl ich selbst immer eher Langeweile dabei hatte. Aber ich hatte ruhige Minuten. Meist die einzigen ruhigen Minuten des Tages, an denen er und ich wach waren. Und er hat sich dann auch dort beschäftigen können. Weil anderes, fremdes, neues Spielzeug (vermute ich) und andere Erwachsene, die mit ihm interagieren (definitiv ein wichtiger Punkt). Das musste nie nur ich sein, aber Zuhause bin ich es nunmal.


Warum das ganze Vorgeplänkel? Um auf den Punkt zu kommen, der jetzt da ist. Mit fast 17 Monaten haben wir nämlich einen kleinen Spieler hier (wie oben erwähnt).
Er fängt jetzt langsam an, sich wirklich für u.a. auch sein Spielzeug zu interessieren und sich, das ist der springende Punkt, damit zu beschäftigen. Es wirklich zu bespielen in einem Sinne, dass er es nicht nur in der Hand hält und nach ein paar Sekunden wegwirft oder ganz manchmal auch weglegt und etwas Neues sucht. Etwas nicht so langweiliges. 
Auch fängt er an, mit uns Bücher anzuschauen. Das allerdings auch schon ein bisschen länger - aber auch ein ganz wundervoller Zug! 
Vielleicht ist das auch alles völlig normal gewesen von Anfang, keine Ahnung, ist mir auch absolut tofu, aber toll find ich es so oder so!

Sonntag, 26. März 2017

Unser Wochenende in Bildern - 25./ 26.03.2017

Samstag


Dieses Wochenende ist ein sehr besonderes für mich, denn ich besuche einen Hochsensibilitätskurs von Matthias Gaenzer, der von der vhs Kassel angeboten wird. Lange habe ich darauf hingefiebert, bereits im Januar gebucht gehabt und jetzt noch fast nicht besuchbar weil wegen dieses blöden Magendarmkackzeugs! Ich fühle mich am Samstag auch noch nicht wieder komplett fit und gesund, beschließe aber, dass ich hingehen kann. Aufgrund meiner Krankheit aber gibt es nur kleines Frühstück.


Das Wetter ist einfach nur grandios! Eigentlich schade, dass wir an so einem Wochenende im Seminarraum sitzen werden. 


Warten auf den Bus in Kassel-Harleshausen.


Umsteigen.


Und noch ein Stück zu Fuß weil wegen Baustelle. Und das hier finde ich besonders interessant: an jeder Schule mit Abiturient*innen gibt es massig von diesen gemalten Plakaten/ Bettlaken, voll mit guten Wünschen für die Abschlüssler. Habe ich so noch nirgendwo vorher gesehen, finde ich aber eine super schöne Idee.


Sagte ich schon, hammer Wetter? Auch abends auf dem Rückweg noch, denn das Seminar geht den ganzen Tag.


Bissl Abendessen und dann geht es irgendwie einfach nur noch rasend schnell ins Bett. Kopfschmerzen direkt aus der Hölle. Aber der Tag war auch wahnsinnig anstrengend, aber auch wunderbar. 


Abenstimmungsmäßig aber top.

Sonntag


Und weiter geht es im Seminar. 


Wieder Zuhause. Erstmal raus.


Dieser wahnsinnig geliebte große Kleine.


Einfach nicht müde zu kriegen. Nicht so richtig zumindest.


Schwieopa war das Wochenende bei uns im Bergischen genießen und deshalb hatten Jonas und ich eine kleine Auszeit alleine im Biergarten. Was hammergeil!

Mehr Wochenenden stets bei https://geborgen-wachsen.de/2017/03/26/wochenende-in-bildern-25-26-maerz-2017/

Freitag, 24. März 2017

Namenstag

Auch wenn ich meinen Namenstag im Bett bzw. in der Arztpraxis am Tropf verbracht habe, so hatte ich Anfang der Woche mir dann doch einen Wunsch erfüllt, den ich schon lange gehegt habe und jetzt auch den passenden Anlass hatte. Und jetzt kam sie dann auch endlich an:



Da ich mein Handy fast immer Zuhause vergesse, wenn ich unterwegs bin und mir aber die Uhrzeit dann meist fehlt, war mir das jetzt sehr wichtig. Eine neue Uhr! Ein echtes Schmuckstück. Voll toll und richtig schön. Und wenn ich meine verlorenen Kilos hoffentlich bald wieder druff habe, dann passt sie auch noch besser.



Aber auch so finde ich sie absolut grandios. So richtig frühlingshaft-sommermäßig das gute Stück. Ick froi mir riesig!

Wir urlauben!

Ich habe es Euch noch nicht verraten, dabei wollte ich es bereits seit Tagen schon getan haben. Aber wie es so kütt, so kütt ett dann doch net, also jetzt aba:

Ab nach Carrapateira.

 
Vor zwei Jahren, gerade frisch schwanger, sind wir ja bereits an die Algarve geflogen um zu wandern. War im Prinzip auch eine gute Idee, nur hatten wir uns ein wenig übernommen - vor allem gepäckmäßig. Dieses Mal nehmen wir die einfache Variante: viel wandern, aber eine feste Bleibe und ein Mietwagen, der es uns ermöglicht, komfortabel vom Flughafen Lisboa runter an die Algarve zu kommen. Alles andere war uns mit Bus und allem und dann ohne Kindersitz zu gefährlich.

Carrapateira hat uns vor zwei Jahren am besten gefallen von allen Orten, wo wir gewesen waren, und von daher sollte das unser fester Standpunkt sein, von dem aus wir unsere Unternehmungen starten können.  Zwei Wochen lang Atlantikluft - supse. In einer Woche sind wir schon da!
Wir hoffen auf gutes Wetter, einem Ende unserer Krankheitswelle hier Daheim (et ist einfach nicht mehr richtig witzig mit meinen Magendarm-Geschichten) und vor allem auf eine entspanntes Familienauszeit nur für uns Drei. Irgendwie verrückt, mit einem 17 Monate alten Jakob Love dahin zurückzukehren, wo wir waren, als er so groß war wie eine Erbse. Absolut verrückt!

Unerzogen-Magazin






Ich treibe mich bereits seit Längerem auf Blogs und Seiten im www herum, die sich mit unerzogen beschäftigen. Ich würde mich als sehr interessierte Sympathieträgerin was das angeht bezeichnen. Es gibt auch ein Magazin dazu, das unerzogen-magazin, wovon ich eine Probeausgabe bestellt habe. Und gerade das Thema "Alternative Schulen" fand ich besonders spannend. 
Allesamt waren die Artikel sehr spannend, aber leider muss ich sagen, dass hier eindeutig ein Redigierender fehlt. Also mich nervt es zumindest kolossal, wenn ich auf jeder Seite einige Rechtschreib-, Tipp- oder sonstige Fehler finde. Die stechen mir sofort ins Auge! Das nervt mit der Zeit. Und es waren witzigerweise auch nicht alle gleich "schlecht" in dem Sinne. Also haben da sicherlich auch die Verfasser der Texte noch selbst dran gearbeitet oder sich um Betaleser bemüht. Gut, ansonsten müsste man sicherlich noch ein paar mehr Hefte lesen. Ich bin mir wegen eines Abos dann doch unschlüssig, weil ich die Themen einfach tierisch interessant finde und es eine ähnliche thematisch spannende Zeitschrift nicht gibt. Was man auch daran merkt, dass ältere Titel alle vergriffen sind. Die Nachfrage ist eben doch da und groß, und vielleicht habe ich mit gerade dieser Ausgabe ein wenig Pech gehabt, was die "Lesbarkeit" anbelangt. 
Was den Preis angeht, ist der studentische Abonnementpreis mit 18 Euro nämlich alles andere als übertrieben. Ich denke, ich werde es wagen!

Donnerstag, 23. März 2017

Unser Dorf: Kassel-Harleshausen

Um eines vorweg zu nehmen: Harleshausen ist absolut kein Dorf für sich, es ist ein Stadtteil von Kassel, aber für mich ist es unser kleines, neues Dorf außerhalb des Chaos der Stadt Kassel. Unser Rückzugsort, unsere Ruheoase und mein kleines Paradies. Ihr könnt Euch vorstellen: ich mag es hier. Sehr sogar.

Kassel-Harleshausen liegt ca. 25 Minuten Busfart vom Zentrum entfernt, ist aber gleichzeitig gut angeschlossen, wenn auch nicht mit der Tram, sondern eben mit Bus oder dem eigenen Auto. Mit letzterem wäre man natürlich schon deutlich schneller in der Stadt. Aber ich habe es gerne stressfrei und unkompliziert, daher mag ich unsere Busverbindungen. Alle Viertelstunde, reicht doch völlig. Vor allem, zugegebenermaßen, wenn man, wie ich derzeit, nicht darauf angewiesen ist und eh nur alle paar Wochen mal in die Stadt fährt.


Kassel-Harleshausen liegt direkt am Habichtswald und damit quasi mitten in der Natur. Ein absoluter Traum! Wir laufen fünf Minuten von unserem Haus weg und sind mitten im Wald, auf unserem Haushügel, dem Daspel, oder auch im Dorf, wo es alles gibt, was man benötigt: einen Drogeriemarkt, einen Supermarkt, ein Reformhaus, zwei Bäcker, eine Bank, freitags ist Wochenmarkt auf einem mini Marktplatz ... Mehr braucht es nicht! Und obendrein gibt es auch noch ein Freibad direkt ums Eck. Ich finde es einfach nur super, alle Dinge, die wir benötigen, in Fußlaufweite zu haben. Zumindest wenn wir nicht unseren wöchentlichen Großeinkauf im Schmackes-Mitgliederbiomarkt machen. Der ist nämlich ein bissl weiter weg. Aber alles andere kann ich bequem den Tag über erledigen.

Wir wohnen jetzt das erste Mal, seitdem wir zusammenzogen, so außerhalb. In Berlin und auch in Linköping haben wir wirklich nicht außerhalb gewohnt. Und auch in Greifswald und Aachen, wo ich alleine gelebt habe, war ich immer mitten in der Stadt. Inzwischen weiß ich, dass das überhaupt nicht meiner Natur entspricht, bzw. wusste ich das schon eher, aber jetzt mit Jakob wissen wir so richtig, dass es so viel besser ist, die Natur vor der Nase zu haben und nicht die Stadt mit ihren Ausgehmöglichkeiten. Mit Kind hat man doch völlig andere Prioritäten. Gerade mit einem Draußenwonneproppen wie wir ihn hier haben. Der unter dreimal am Tag Energie rauslassen an der frischen Luft nicht weiß, wohin er mit sich soll.


Kassel-Harleshausen besteht also aus einer Einkaufsstraße und ansonsten viel Park, Natur, Hügel und vor allem Wohnen. Ganz, ganz viel Wohnen. Also wirklich, es ist so schön hier und ich finde es einfach nur entspannend, wie wir hier jetzt wohnen. Es war eine sehr gut Entscheidung und wir sind froh, dass wir diese Wohnung hier bekommen haben. Denn nicht nur unsere Wohnung ist ein Traum, eben auch das gesamte Paket drumherum.

Dienstag, 21. März 2017

"Slow Family" von Julia Dibbern und Nicola Schmidt


Zwar hat die Öko-Hippie-Rabenmütter Kathrin bereits schon auführlich über dieses jenes Buch hier berichtet und rezensiert und ich kann ihr eigentlich nur zustimmen aber heya, ich mag auch noch meinen Senf abgeben. Das Buch ist nämlich wirklich ganz, ganz, ganz grandios!

Ich hatte es mir zu Weihnachten gewünscht und es dann über den Umzug und Co ein wenig vergessen. Bzw. es stand dann schon hübsch im Regal, obwohl ich es noch gar nicht gelesen hatte. Dann las ich ganz viele Bücher noch dazwischen und das Ende vom Lied: ich habe es angefangen und dann binnen zwei Tagen gelesen. Es ist ein einfach nur wundervolles Buch!


Ähnlich wie Kathrin erging es mir mit dem Anfang des Buches nicht sonderlich gut, denn ich dachte mir: "Warum fangen sie bei Romeo und Julia an, um dann irgendwann eher spät den Bogen zu kriegen zum eigentlichen Kern?" Aber das ist irgendwie wichtig, denn nur so kriegt man einen allumfassenden Zugang - muss ich jetzt im Nachhinein einsehen!
Auch wenn es für mich völlig klar ist, dass das eine ohne das andere nicht geht und dass der Zustand der Welt ganz dringend bedürftig ist und sich einiges ändern muss: für uns, aber vor allem für unsere Kinder und hoffentlich auch noch Kindeskinder. Nicht umsonst fangen ja gerade viele Neueltern und junge Eltern an, ihr Leben, ihre Lebenseinstellung und ihr Verhalten darin in Frage und/ oder auf den Kopf zu stellen.


Ich mag das Layout super gerne, um ehrlich zu sein ist es total hübsch. Die Photos sind klasse, auch wenn es nicht viele gibt und der Aufbau logisch und strukturiert. Ganz klasse find ich die "Slow-down-faster-Tipps", die eine kurze Idee skizzieren, einen Gedankenstoß geben, wie man ein bestimmtes Problem angehen könnte.


Und das ist das eigentliche Nette und Schöne am Buch: es steckt voller Tatendrang und Ideen, voller Ratschläge und Tipps, aber es kommt nicht mit Patentrezepten oder einem Zeigefinger der sagt "Nur so und so ist es gut und richtig". Ich konnte so viel daraus ziehen und habe einige wichtige Dinge, die ich nun anders wahrnehme, auch wenn ich denke, dass ich schon auf einem guten Weg war in eine Richtung, die mir gut tut. Und damit auch uns, denn es stimmt wirklich, dass wenn es der Mutter nicht gut geht, es dem ganzen Familiengefüge nicht gut geht. 

Also, ein ganz tolles Buch, absolute Empfehlung!

Montag, 20. März 2017

Unsere Tragehilfen: Tragetuch, Marsupi und Fidella

Schon sehr, sehr lange möchte ich über unsere Erfahrung mit den Tragehilfen schreiben. Einfach für einen Überblick, für uns selbst zur Reflexion und vielleicht als Hilfe für andere Eltern und ihre Schützlinge. Denn schön und gut, im Internet auf den Seiten der Anbietern liest es sich immer nett und schön, aber trage mal ein Kind wirklich im Sommer bei 30 Grad oder im tiefsten Winter oder mit seinen zehn Kilo durchs Leben.

Aber auch der Kinderwagen soll nicht zu kurz kommen, der begleitet uns schließlich auch schon seit dem Anfang. Der wird aber nochmal einen eigenen Post bekommen! 
Ähnliches betrifft unsere Kiepe aka. Kraxe aka. Rückentrage. Die wird jetzt im kommenden Urlaub in zwei Wochen zum Einsatz kommen. Danach werde ich auch dazu mal ein Resümee abgeben.

Unfair könnte sein, dass wir die Fidella jetzt erst seit kurzem haben, worüber ich auch noch gar nicht berichtet habe (Hallo, Zeit ist Mangelware, habts gehört wa?) aber das macht nichts, denn ob jetzt lange oder nicht, sie schneidet so oder so ziemlich gut ab. Und wer auf Instagram mal geschaut hat zwischendurch, der hat sie bereits entdecken können. Ich bin wirklich arg verliebt in das gute Stück.

Fangen wir von vorne an:

Tragetuch


Zuerst hatten wir uns ein elendig langes geliehen (Hoppediz), das untere nämlich. Das obere (Storchenwiege) habe ich dann nach einer Weile gekauft, weil kürzer und damit praktischer und es eher mein Stil war. 
Beide aber waren bzw. sind aus dickem Tragetuchstoff, den ich haptisch sehr mag und der gut hält. Aber von Anfang an bzw. sehr bald hatte ich schon immer Probleme, das Tuch richtig festzuziehen. Jakob war schon sehr früh sehr agil und mobil und ich fand es recht bald schwierig, ihn mir umzubinden und es lange haltbar zu haben.
Und ich habe es geliebt, ihn darin zu tragen, also als er so klein war. Aber mit ca. einem halben Jahr wurde es schwieriger und ich fing da schon an, mich nach einer Alternative für die folgende Zeit umzusehen. Aber irgendwie wurde ich so gar nicht fündig. 
Geliehen hatten wir uns außerdem auch eine Manduca, die ich aber völlig banane fand und mit der ich gar nicht zurecht kam. Gar nicht gar nicht. War absolut nicht meines und ich heilfroh, dass wir sie uns ausleihen und testen konnten und uns nicht ärgern mussten, Geld dafür ausgegeben zu haben.


Marsupi

Im Prinzip läuft das gute Stück ein wenig außer Konkurrenz, weil es Jonas' Trage ist. Damit meine ich, dass es genau seiner Größe entspricht und auf ihn ausgelegt war, von Anfang an. Weil er eben lieber Trage hatte und nicht Tragetuch. Auch wenn er ganz am Anfang als Jakob noch keine 3,5 Kilo hatte, die braucht es nämlich, um es bequem in der Marsupi zu haben, ihn im Tragetuch nahm. Okay, gut, also das ist halt ein klarer Nachteil der Marsupi: es gibt sie in verschiedenen Größen, was eigentlich den klaren Vorteil hat, dass sie meistens besser passt als die Allrounder. Aber wenn die Partner nicht gleich groß oder ähnlich gebaut sind, braucht es dann halt auch zwei Stück. Also gut, ich kann und konnte auch immer damit tragen, aber sie saß eben nicht perfekt.
Toll finde ich, dass man sie von Anfang an nehmen kann. Zumindest wenn das Baby 3,5 Kilo hat, und das haben dann doch recht viele. Das fand ich z.B. mit der Manduca äußert schlecht gemacht. Dieser Neugeborenen-Einsatz, völliger Quatsch. Meiner Meinung nach ist die echt nicht durchdacht.
Ein Nachteil der Marsupi ist allerdings dann doch der Klettverschluss. Der ist zwar schön verstellbar und macht das ganze Ding weich, aber er ist halt auch nicht gerade leise. Nicht nur einmal haben wir Love damit wieder wach bekommen, obwohl wir ihn eigentlich nur ablegen wollten.


Fidella

Tja, ich war in der Bredouille: ich will noch tragen, aber das Tragetuch ist nicht mehr richtig toll dafür und die Marsupi eben auch nicht aufgrund der Größe und was mache ich denn jetzt?!?
Dank der Manduca wusste ich, dass ich eine Trage brauche, die keine Schnallen hat und nicht kompliziert ist. Dank der Marsupi wusste ich, dass ich nichts mit Klett haben möchte.
Und dank dem Tragetuch sollte es auch weich und anschmiegsam sein.
Ey Leute, das ist echt schwer. Letzten Endes habe ich glaube ich acht Monate gesucht. Und gelesen und geschaut und mich umgehört. Ich war über die Girasol Mysol gestolpert, und bin auch lange daran hängen geblieben, aber dann letztlich doch wieder von abgekommen.
Und dann durch völligem Zufall bin ich bei Instagram über die Fidella gestolpert. Tja, recherchiert und dann war es um mich geschehen. 
Ich bin schwerst verliebt und total vernarrt und finde sie einfach nur klasse!
Allerdings gibt es auch hier den Nachteil, dass es zwar nicht an den Tragenden angepasst ist, die Größe meine ich, aber dafür ans Kind bzw. an die Kleidergröße. Das garantiert zwar sicherlich eine sehr große Bequemlichkeit beim Tragling, aber kostet auch demensprechend, wenn man von Anfang an tragen will und dann über alle Größen (Baby (bis ca. 74), New und Toddlersize (ab ca. 80)) auch trägt. Bei uns ist jetzt der Vorteil, dass nur eine, und zwar die größte, in Frage kam.  

Also, fürs nächste Kind sind wir sowas von gerüstet: Tragetuch und Fidella für mich, Marsupi für Jonas und den Kinderwagen für Zwischendurch! Absolutes Träumchen.

Sonntag, 19. März 2017

Unser Wochenende in Bildern - 18./ 19.03.2017

Es gab viel Regen, aber auch leckeres Essen und viel Familienzeit, auch wenn Jonas Samstag ein wenig arbeiten war.

Samstag


Guten Morgen, trostloses Wetter. 


Aber heimelig ist es schon.


Kleines Frühstück mit Brotresten.


Wir haben die Oya wieder abonniert und sind gespannt, was sie nach ihrem Metamorphose-Prozess bereithält.


Haushalt.


Ich habe Lust zu backen und wir suchen Rezepte.


Ein bisschen raus muss sein.


Nicht im Bild: ein riesengroßer Wutanfall, der mir sagte: derzeit werde ich mit ihm nicht solche Wege gehen, wo ich mir nicht hunderprozentig sicher bin, dass er dort nicht sicher unterwegs sein kann.


Ein arg schönes Buch.


Ein bisschen bloggen schaffe ich auch.


Wo kommen nur diese ganzen Nüsse her?


Wir bereiten Muffins vor.


Rohkost als schnelles Mittagessen.


Ganz überraschend kommt Besuch, wie schön! Wir haben einen tollen Nachmittag bei uns mit Muffins, Kaffee und zwei ganz unterschiedlichen Jungs, die beide immer was anderes spielen wollen.


Jonas kocht Risotto.


Sonntag


Endlich gibt es mal wieder Kaffee mit Schaum.




Rote Akzente überall. Was Jonas abends halt so treibt.


Igitt, so nass alles.


Wir müssen zum Bäcker.


Frühstück außerhalb der Küche weil wegen s.u.


Auch der Tisch strahlt in neuem Weiß.


Die kommen noch an die Wand heute.


Ich glaube, wir haben jetzt genug grün in der Wohnung.


Neue Kuschelecke.


Unsere neue Arbeitsecke. Leider doch in Jakobs Zimmer gelandet, war leider unvermeidbar. Aber er wird es verstehen, hoffe ich.


Mittagsschlaf.


Gestern Abend in einem Rutsch durchgelesen. Schön und berührend, wenn auch nicht grandios.


Ich schreibe die Rezension zu "Slow Family". Kommt ganz bald online.


Dieses Gemansche ist Love nicht geheuer.


Auf auf zum Flohmarkt um die Ecke. Wir brauchen noch ein paar wenige Sachen.


Yeay, der Frühling kommt!


Da spielen welche Fußball.


Flohmarktausbeute.


So schön jetzt, endlich ist die Küche fertig! Außer wir entdecken noch etwas, was wir ändern oder machen wollen.


Pizza.


Es ist ein bisschen Zen für mich: Während nebenan gebadet wird, räume und putze ich die Küche und mache die Wäsche. Herrlich!