Auf Erasmus in Linköping: ein Fazit

Wir sind nun seit fast zwei Monaten wieder zurück in Deutschland, haben seitdem schon wieder sehr viel gesehen, erlebt, gearbeitet und Stress gehabt, aber auch ein schönes Weihnachtsfest bei den Familien gehabt, wo wir natürlich gefragt wurden: "Wie war es denn so?" Auch Freunde haben uns, meist per Mail oder WA gefragt, wie es denn so gewesen ist, "da oben." 


Unsere doch recht einhellige erste Aussage war alsbald: "Anstrengend." Ja, es stimmt auch wohl am ehesten, auch wenn ich natürlich gerne sagen würde, dass es wahnsinnig toll und aufregend gewesen ist, eine Erfahrung fürs Leben. Die war es auch, absolut, ich weiß nicht, wie ich die Zeit in Berlin verbracht hätte, wie viele Semester ich mehr hätte machen müssen, um dieselbe Punkteanzahl zu bekommen. Es hat sich sehr gelohnt, in vielerlei Hinsicht und ich habe mich meist sehr wohlgefühlt dort.
Es war aber eben auch anstrengend, auch wenn ich sagen muss, dass die zwei richtigen Umzugswochen hier im Januar irgendwie anstrengender waren.


Was wäre wohl gewesen, wenn wir ein Jahr gemacht hätten? Einen Kitaplatz in Anspruch genommen, uns mehr reingehängt hätten, als man es mit der Aussicht, man bleibt ja nur für vier Monate, gemacht haben? Ach, ich weiß nicht. Ich muss sagen, im Rückblick und mit dem Abstand jetzt: es war alles ganz prima so, wie es war. Wir hatten eine tolle Zeit, auch wenn nicht alles so gelaufen ist, wie man es sich gedacht hat im Vorhinein. 
Ich bin froh und wir sind froh, dass wir nun hier im wunderschönen Kassel-Harleshausen abhotten, was um ehrlich zu sein gerade meine Erwartungen an unseren schönen Wohnort Linköping dann doch getoppt haben. 
Der Abschied von Schweden ist mir aufgrund der Natur dann doch schwer gefallen, gerade Linköping lag sehr schön, die Wohnung sowieso, und ich bin sehr glücklich, dass wir jetzt hier etwas noch Besseres gefunden haben. Das hätte ich nicht für möglich gehalten.


Wir hatten in Schweden einen so herrlichen Spätsommer, einen noch dolleren Winter mit viel Schnee, ich habe tatsächlich dann doch ein wenig meine Sprachkenntnisse verbessern können, wenn auch lange nicht auf dem Niveau, welches ich gerne nun hätte. Aber dafür fehlte dann doch der Raum und die Zeit, die wir dann hätten aufbringen müssen. Es war eben doch nicht so einfach. Aber ich bin so glücklich, diese Zeit dort gehabt zu haben und so froh, dass wir die Chance ergriffen und realisiert haben. Es war einfach anstrengend, aber auch wahnsinnig grandios!

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