Fremdbestimmt?!

Ein schwieriges Thema, oder? Gibt man schließlich nicht gerne zu, dass man sich als eine Art Sklave fühlt, als teilweise alleinstehender Allesversorger, der springt, sobald es einen Laut gibt. Gerade die ersten Wochen als vollstillende Mama, um ehrlich zu sein die ersten Monate, sind getaktet nach den Wünschen und Vorstellungen des Babys. Und das ist normal und sollte auch so sein. Neugeborene sind hilfs- und schutzbedürftig und auch jetzt ist es für mich ganz klar, dass ich sprinte, sobald die Situation es erfordert; Love also anfängt zu jammern oder weint. Da gibt es keine Kompromisse.


Ich glaube, wir Frauen, die Mütter, haben aber einen kleinen Vorteil: bereits in der Schwangerschaft erahnen wir leise, wie es sein wird, wenn das Baby da ist. Es bestimmt schließlich jetzt schon über Hormone, Schlafstatus, Blasentätigkeit und Co und wir können im besten Fall nur gehorchen, uns hinlegen wenn wir müde sind (im Idealfall natürlich) und essen, wenn es uns passt, egal wie oft es auch sein mag oder wie unvorstellbar die Konstellation auch sein wird.  Wir leben bereits in der Schwangerschaft ein stückweit nach dem Baby, selbst wenn es noch ungeboren in unserem Bauch ist.
Männer haben da den durchaus nicht so leichten Part: auch wenn sie sich nach der schwangeren Partnerin richten, ihr im besten Fall alles recht machen wollen, so sind sie doch noch ein wenig unahängiger und freier was Lebensgefühle angeht. Ich glaube, dass es für sie auch deswegen schwieriger ist, sich auf das Baby, diesen Punkt der Fremdbestimmung, einzulassen nach der Geburt. 
Irgendwie ist es seltsam, gerade am Anfang ... Vor einem Jahr waren wir noch voll im Wochenbett (na ja, eher schon beinahe wieder in der Uni), in den Babyflitterwochen, ganz frisch verliebt und uns am Einfinden und "Zusammenraufen" ;)
Natürlich geht es nicht von jetzt auf gleich und alles dauert seine Zeit - das erste Jahr ist gerade mal um, und seitdem hat sich viel ergeben, viele neue Perspektiven haben sich eröffnet. Es bleibt einfach spannend, aber um ganz ehrlich zu sein: in der Rolle als Mutter, in der Rolle als Jakob Loves Bindungsperson, bin ich voll angekommen.

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