Dienstag, 20. September 2016

Reply auf: "Erziehung ist Gewalt" – ein kritischer Blick auf eine selbst nicht gewaltfreie Aussage

Heute bin ich hier hängen geblieben. Die liebe Öko-Hippie-Rabenmutter ist besonders beliebt bei mir, wenn sie über ihre Art der "Erziehung" spricht, oder auch quasi alle anderen Themen. Kurzum gesagt: ich mag sie! Und noch mehr, seitdem ich heute ihren oben besagten Artikel gelesen habe. 
Ich ärgere mich im Nachhinein ein bisschen, dass ich zwar durchaus interessante Bücher, aber eben nicht in dieser Hinsicht spannende Bücher in der Schwangerschaft gelesen habe (so nach dem Motto "Erziehung -was ist das, was will ich damit?").  
Wohl gerade deshalb bin ich auf dieser Schiene gelandet, weil ich intuitiv immer wusste, dass ich in dieser Hinsicht niemals auf einer Wellenlänge mit z.B. einer normalen Erziehung schwimmen werde. Weil ich den Sinn dahinter nicht verstehe, wie und warum soll ich es deshalb anwenden?
Jetzt ist die Zeit irgendwo ganz schön knapp geworden und so richtig konzentrieren kann man sich abends dann doch nicht mehr, wenn man nach einem langen Tag noch eben kurz die Nase in etwas Geschriebenes stecken möchte (wenn man nicht gerade etwas für die Uni tun muss). Kurz gesagt: ich habe da noch ein wenig Nachholbedarf. Hätte ich das nur vorher gewusst.
Begriffe wie "Gewaltfreie Kommunikation" haben mich sehr neugierig gemacht, ich konnte und kann mir größtenteils noch gar nichts darunter vorstellen, aber ihr Artikel hat mich in dieser Hinsicht weiter gebracht. 
Sätze wie "Dass wir unsere Überzeugung davon, Kinder ganz ohne Erziehung in die Welt zu begleiten, an andere Menschen tragen und sie inspirieren können, ohne mit Pauschalaussagen die Kluft zu vergrößern. Dass wir nicht vergleichen und nicht kämpfen" treffen genau meine Vorstellung. 
Aber auch dieser hier "Wir sollten nicht Erziehung aus der Familie verbannen und uns aus den Köpfen wünschen und sie dann anwenden. Vor allem nicht, wenn uns der tiefe, kritische Blick in das Familienleben fehlt! Wir sollten nicht erziehen. Nicht unsere Kinder und nicht unsere Mitmenschen" haben mich nachdenklich gemacht.
Ich weiß, dass wir bis hierhin sehr gut gekommen sind, wir haben auf Jakobs Bedürfnisse geachtet und uns nach ihnen orientiert, aber um ehrlich zu sein weiß ich jetzt gerade nicht, wie wir weiter verfahren sollen. Er wird größer, älter, braucht eine andere Kommunikation mit uns. Zumindest ist es mir ein sehr großes Bedürfnis, einen Weg zu gehen, der auf Augenhöhe stattfindet. Zu allem anderen bin ich nämlich nicht fähig.

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