Auf Erasmus in Linköping: Leben in Tannefors

Als wir unsere Wohnung für das Erasmussemester gesucht haben, und wir feststellten, dass das alles andere als einfach ist, haben wir nicht weiter drüber nachgedacht, wo sich diese befinden soll. Um ehrlich zu sein war es uns sogar völlig egal, hauptsache, wir bekommen eine. Und im Endeffekt sind wir einfach nur glücklich mit einer Fügung, die uns diese aktuelle Wohnung hier verschaffte - in Tannefors.


Als es hieß: "Ja, ihr könnt sie haben" habe ich natürlich erstmal Google Earth befragt, wie Tannefors denn ausschaut und wo es sich innerhalb der Stadt befindet. Wie es hier so ist, was Photos einem verraten können. Einen ersten Eindruck verschaffen, schonmal schauen, wie unser Haus von Außen aussieht (es ist eines der wenigen Holzhäuser in dieser riesigen Siedlung hier, was ein Glück!) 
Und trotzdem haben wir überhaupt nicht gecheckt, wie genial diese Wohnlage ist: zwar entgegengesetzt zur Uni, aber dafür direkt an der Innenstadt - wir müssen bloß einmal über den Fluß, dann sind wir schon mittendrin:


Tja, dank des Internets alles überhaupt kein Problem, gerade als ich das erste Mal durch unseren neuen "Kiez" schlenderte, kam es mir alles schon sehr bekannt vor: also alles, was sich so auf dem Nya Tanneforsvägen befindet, das ist nämlich die "Einkaufsmeile" des Bezirks. Mit allem, was so dazugehört. Es gibt einen größeren ICA, mehrere Friseure, Imbisse und Bäcker natürlich auch. Hier geht also alles ab - the life und so. 
Auf dem Spielplatz unterhielten wir uns letztens mit einem Vater, der nach dem üblichen Geplänkel "Wo kommt ihr her?, was macht ihr hier?, wie alt ist denn der Lütte?" dann auch meinte, dass Tannefors perfekt wäre für Familien und er hier ja auch wohnen würde. Und das stimmt durch und durch. Es gibt viel Grün und Freifälchen, man hat es nicht weit zu diversen Spielplätzen, es gibt tolle Spazierstrecken, die Innenstadt ist um die Ecke ... Wir haben es einfach voll gut getroffen!

Eigentlich gehört zu Tannefors aber auch noch der Flughafen:





Wenn man den auch noch auf das Photo mit drauf bekommen will, sieht das Gebiet schon etwas größer aus. Und obwohl wir quasi neben dem Flughafen wohnen, bekommen wir davon nicht viel mit. Alle paar Wochen führt die Flugroute mal über unser Haus, dann können wir die Flieger von ganz nah sehen, aber das ist echt selten und da es sich um alles andere als einen großen Flughafen handelt (ganz ehrlich, einen so kleinen Flughafen habe ich noch nie in meinem Leben gesehen), gehen eh nur ein oder zwei Maschinen die Woche ab. Gefühlt ...

Und obwohl der Campus Valla am anderen Ende der Stadt liegt, fährt man mit dem Bus nur etwa 15 Minuten. Nur müssen wir dazu zum Resecentrum, also zum Hauptbahnhof, von wo die Busse abfahren, und dorthin läuft man auch gerne eine Viertelstunde. Demnach braucht man von Haustür zu Haustür sicherlich eine gute Dreiviertelstunde, auch wenn es eigentlich nur sechs Kilometer sind. Mit dem Rad wäre das recht fix, die Stadt ist nämlich absolut traumhaft zum Fahrradfahren. Und quasi ein Muss, wirklich jede*r hat hier eines. 
Aber da ich maximal drei Mal die Woche zur Uni muss, und das auch nur ein oder zweimal im Semester, ansonsten immer nur zweimal oder eben gar nicht, finde ich das nicht so tragisch. Überhaupt fahren wir meistens mit dem Auto (ja, wir wissen es, böse und so), was natürlich bloß 10-15 Minuten dauert, weil wir oft zu Dritt fahren und sich preislich der Bus dann einfach nicht lohnt. 

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