Der Sprung um die 37. Woche herum

Tja, da sinnwa widda! Woran merkt man an Love, dass er einen Entwicklungsschub durchmacht? Ganz einfach: er ist nicht mehr ganz so Sonnenschein wie sonst. Gerade die letzten Wochen waren ein einziger Traum, was seine Laune anging. Er war pflegeleicht wie sonstwas und einfach nur unkompliziert. Vor zweieinhalb Wochen schlug das um.


Es fing in der Nacht von Sonntag auf Montag an, wobei das denke ich mehr mit den Zähnen zu tun hatte als mit "Was passiert hier eigentlich in meiner Welt?" Die waren dann ja zum Glück nach ein paar Tagen durchgebrochen, von da an merkte man auch nicht nur an den Nächten, dass er viel zu verarbeiten hat, sondern vor allem auch tagsüber. 


Er wurde sehr weinerlich, anhänglich, war irgendwie nur noch gelangweilt und sehr schwer zu beschäftigen. Also wirklich schwer. Spielzeug, auch neue Dinge, waren nach spätestens zwei bis drei Minuten wieder völlig uninteressant. Die Nächte waren ... nun ja, teilweise anstrengend. Und endeten meist früh, leider hat er sich seine sechs Uhr wieder abgewöhnt, derzeit ist es wieder gegen fünfe.


Essen war doof, Kinderwagen auch (aufgrund der fehlenden Nähe denke ich) und ich habe das erste Mal seit Ewigkeiten nach drei Tagen Schub wieder den Rücken gemerkt, der sich an die Belastung ganz gut gewöhnt hatte.
Auf jeden Fall sind jetzt völlig andere Sachen interessant als Spielzeug, die ganze Bude wurde abgeräumt werden, tja wenn er denn krabbeln könnte. Er bewegt sich zwar im Sitzen und Halbdrehen ein bisschen von der Stelle, aber eben in keinem großen Radius.


Das alles sind Dinge, die ich sehr gut nachvollziehen kann und die ich verständlich finde. Was mir nicht in den Kopf will, ist diese absolute scheinbar schwierige Fähigkeit einzuschlafen ... 
Aber auch das ist eigentlich logisch, wenn man bedenkt, dass die Welt gerade kopfsteht und es so unglaublich viele neue Eindrücke gibt, die verarbeitet werden müssen. Aber gerade dafür bräuchte er einen Tacken mehr Schlaf. Da macht es das aktuelle Familienbett leider auch nicht viel besser. Aber dennoch belassen wir es gerade dabei, denn alles andere wäre für alle Beteiligten noch weniger spaßig.


Einfacher wurde es für uns beide auch nicht, dass Jonas ausgerechnet jetzt seine Arbeit in Kassel wahrnimmt und somit drei oder vier Tage die Woche nicht da ist, um uns zu unterstützen oder auch einfach nur mal eine Abwechslung für den Lütten zu bieten. So mich den ganzen Tag um sich zu haben stelle ich mir auf Dauer auch echt ätzend vor. 

Für mich ist es überhaupt gar keine Frage, dass ich viel auf Love eingehe, mich noch intensiver um ihn kümmere (und dafür den Blog vernachlässige (und alles andere auch, ihr hättet die Bude sehen sollen) aber so ist das halt), ihn mehr trage und eben nur die halbe Strecke für den Kinderwagen nutzen kann, weil er auf dem Rückweg keine Lust mehr hat. Für Einkäufe und Co eignet sich so ein Wagen nämlich auch sehr gut. 

Seit vielleicht zwei Tagen sehe ich einen Lichtstreif am Horizont und ich hoffe sehr, dass der Schub bald vorbei ist. Denn gerade alleine im Haus und für ihn da knabbert es nach einigen Tagen sehr an der Substanz.

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