Warum ich Familienbett liebe ...

und wir es dennoch nicht praktizieren.


Klingt lustig, ist aber so. Vom Prinzip her finde ich die Idee wirklich, wirklich gut: Babys brauchen Nähe, die meisten können gar nicht genug davon kriegen, das Stillen ist so viel praktischer, wenn man sich nur zum Baby herumdrehen muss und es losnuckeln kann. 
Man hat viel mehr Kontrolle über die ganze Schlafsituation, es erleichtert oft das Einschlafen, Durchschlafen ... Wirklich, ich finde die Idee dahinter grandios und hatte auch während der Schwangerschaft fest vor, das auszuprobieren. Es erschien mir einfach nur total logisch und das einzige Richtige.

Einschub: Unsere Gegebenheiten waren damals wie heute: ein Doppelbett, jeder hat seine eigene Matratze, seine eigene Decke und Kopfkissen und seinen Freiraum von 90 cm Breite. Also ich dachte, das würde alles passen, so platzmäßig.

Nun, dabei ist es geblieben: beim Ausprobieren. Und nicht durchziehen. Bzw. immer mal wieder ausprobieren und immer wieder feststellen: es geht nicht! Es klappt schlichtweg nicht.
So ein Baby braucht einfach Platz: und davon richtig viel. Es dreht und wendet sich, es strampelt, es ruckelt ... 
Mein leichter Schlaf ist ohnehin seit Love da ist nicht tiefer geworden. Das hat zur Folge, dass ich wirklich bei jedem kleinsten Rutscher, den er tut, wach werde. Und er wird auch häufiger nachts wach, wenn er neben mir liegt. Alleine in seinem Bett direkt neben unserem schläft er tatsächlich besser.
Aber das ist nicht das größte Problem: das Bett ist zu klein! Wir haben zu Dritt einfach nicht genug Platz. Ich fühle mich eingeengt, weiß nicht wohin mit Armen und Beinen und es passt hinten und vorne nicht.

Jonas ist zudem ein tiefer Schläfer. Ein SEHR TIEFER Schläfer. Er bekommt überhaupt nichts mit. Das heißt auch nicht, wenn Love sich ihm nähert. Im Schlaf sie sich beide annähern. Nicht, dass er auf ihn draufrollen würde, aber Arme und Beine waren durchaus schonmal eingeklemmt. Sprich, wenn wir familienbetten, liegt Jonas rechts, daneben das Stillkissen, daneben Love und dann ich. Auf den restlichen 20 cm versteht sich. In Ausnahmefällen machen wir das so. Und ich schleppe mich dann eben durch den nächsten Tag. 

Fakt ist: Love schläft besser und ruhiger, ich tue das auch und oft weiß ich morgens trotzdem nicht mehr, ob und wie oft Love nachts wach geworden ist und ich ihn zum Stillen ins Bett geholt habe, weil auch das im Nachtschlaf so integriert ist, dass es nicht viel aufwendiger ist, als wenn er direkt neben mir läge.

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