Vier Monate Eltern-sein

Soll ich Euch mal was sagen? Muttersein und ich wette auch Vatersein sind so ziemlich die schönsten Dinge, die es auf der Welt gibt. Und wir haben wirklich schon sehr viele schöne Dinge gemacht, wir Zwei oder auch schon wir Drei (im und außerhalb des Bauchs). Aber nichts, wirklich gar nichts, ist annähernd so aufregend wie ein Kind zu haben, ein Baby, ein wachsendes Krümli, der einen fliegen lässt, der einem den letzten Nerv raubt, der so goldig ist, dass man ihn am liebsten den ganzen Tag anschauen würde, der so unkompliziert und gleichzeitig sehr fordernd sein kann. 
Habe ich es mir so vorgestellt, Mutter zu sein?


Kann man überhaupt eine Ahnung haben von dem, was da auf einen zukommt? Nein, es ist alles doch völlig anders und so viel besser und so viel anstrengender, als man es sich vorher ausmalen oder denken kann. 
Ich für mich persönlich kann auch tatsächlich sagen, dass ich sehr, sehr lange gebraucht habe, um mit dem neuen Leben, aber noch viel eher mit meinem neuen Selbstbild (ICH als MUTTER) klarzukommen. Erst seit ein paar Tagen habe ich die neue Konstellation für mich endgültig verinnerlicht - es ist nichts, was von Heute auf Morgen so klappen kann! 
Auch wenn man zehn Monate Zeit hatte, sich darauf vorzubereiten ... Selbst die doppelt lange Zeit würde nicht reichen, denn schwanger sein und dann Mutter sein ist so grundverschieden. 


Manchmal ist man ganz schön durch den Wind, manchmal fragt man sich, warum es zu einem anderen Zeitpunkt nicht besser (oder schlechter) lief, weil der aktuelle gerade so überhaupt nicht passt.
Warum hat er jetzt Hunger, wo er doch vor fünf Minuten noch alles verweigerte, was der Milchbar ähnlich war, warum will er jetzt nicht mehr im Tragetuch getragen werden, gerade war er doch noch so müde, wieso kann ich es ihm jetzt gerade nicht recht machen, was ist sein Problem? ... 


Ein Baby zu haben ist einfach immer wieder aufregend, spannend, birgt jede Sekunde etwas Neues, zehrt aber auch an allen Kräften und Reserven, die man so haben kann. 
Ich selbst habe die Dreifachbelastung Baby - Haushalt - Uni/ Erasmuskrams während Jonas Baby - Hiwijob - Masterarbeit/ Altlasten hat und wir routieren gerade sehr: zwischen Zuhause und Uni, zwischen Schreib- und Wickeltisch, zwischen Küche und Spielecke. Da bleibt nicht viel Zeit für Zweisamkeit, geschweige denn für viel Familienzeit, die wir zu Dritt genießen können. Aber wir hoffen, dass jetzt mit dem Frühling auch die Zeit wiederkommt, wir aus der Tretmühle kurz aussteigen können. Denn das ist doch immer noch das Wichtigste: Zeit zu Dritt, zu Zweit, für die Familie, für die Beziehung, für die Liebe!

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