Einundzwanzig Wochen mit Jakob Love

Ich bin gespannt, wann ich mal auf die Monate umwechsele. Langsam befinden wir uns ja in einem Zahlenbereich, der mir gruselig wird.
Aber wenn ich diese Woche mit einem Wort beschreiben müsste, dann käme dabei nur eines heraus: Anstrengend! Keine Ahnung was hier gerade abgeht, Schub kann es nicht sein, aber wir haben Vollmond, das Wetter wandelt sich gerade zum Guten, oder ob die Zähne oder was auch immer Schuld sind. Wir wissen es nicht, und er vermutlich auch nicht. Vielleicht ja auch alles zusammen.


Pflegeleicht ist anders und gut gelaunt auch. Knatschig, meckerig, mopsig würde ich Love derzeit bezeichnen. Aber natürlich nur, wenn wir alleine mit ihm Daheim sind. In der Bib, gestern bei Freunden - fast die ganze Zeit war er dort gut gelaunt, fröhlich, jauchzend. 
Zuhause gibt es nur einen Zustand: jammern, greinen, wenig schlafen (ein Wunder, wenn er tagsüber in der Wohnung länger als fünf Minuten am Stück schläft).
Die letzten beiden Nächte waren arg bescheiden - wenig bis kein Schlaf, viel Wachsein, viel Nuckeln, neben mir liegen und dann konnte ich nicht schlafen weil ich nicht so gut liegen kann wenn wir zu Dritt hier auf unseren 1,80 m liegen (klingt viel, ich weiß, ist es aber nicht).


Was richtig gut klappt ist das Füttern und Brei essen derzeit. Wir sind jetzt bei ca. 40 Gramm und werden morgen dann auf 50 g erhöhen. Er schlabbert das leckere Zeug weg wie warme Semmeln, inzwischen auch wieder Möhre und Pastinake ja sowieso. Da hat er Spaß dran, es scheint ihm super gut zu schmecken und der Becher ist so fix alle, da kann man gar nicht gucken, so schnell ist das weg. Dennoch steigern wir es lieber langsam, inzwischen sind wir bei ca. eineinhalb Wochen Brei und zwei Gemüsesorten bisher, das werden wir auch erstmal so belassen und nur die Menge immer ein wenig steigern. Er scheint es gut zu vertragen und man muss ihn und seinen Magen-Darmtrakt nicht unnötig überfordern. Vielfalt kommt auch noch dran!


Baden macht ihm inzwischen so großen Spaß, dass wird bald mit dem Badeeimer umziehen müssen, denn sonst ist das Wohnzimmer bald triefend nass, der Boden zumindest, und das dürfte die Nachbarn unter uns weniger erfreuen mit der Zeit. Er spritzt nämlich jetzt so richtig schön um sich. Langsam ist er an den Eimer gewöhnt, er kann auch jetzt fast alleine darin sitzen und die nächste Wohnung braucht wirklich eine große Badewanne, denn allzu lange passt er nicht mehr in seinen Eimer. Aber Spaß hat er jetzt daran und Freude, das ist so fein!
Man darf sich nichts vormachen, es ist nicht immer leicht, die Elternschaft und alles drumherum, aber keine Frage, dass dieses Novemberwunder, Jakob Love, unser ganzer Stolz, unser Herz, unsere Liebe ist.

Nun, wir sind gespannt, was die zweiundzwanzigste Woche bringt. Hoffentlich ein bisschen mehr Schlaf und ein entspannteres Kind. Einfach, weil wir alle es brauchen könnten.

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