Donnerstag, 21. Juni 2018

Alles eine Definitionsfrage?

Die Tage war ich beim Offenen Treff im Geburtshaus, wo Mütter und Väter mit ihren Lütten sich treffen und austauschen können. Außerdem ist auch immer eine Hebamme dabei, die mit Rat zur Seite stehen kann und für jegliche Probleme ein offenes Ohr hat.


Nun kamen wir dazu, uns über "pflegeleichte" Kinder zu unterhalten, weil es hier (mit ihr) so gar keine Probleme gibt. Eine andere Mutter, deren Sohn ein wenig älter war als das Frühlingsmädchen, sprach auch davon, dass er eher "pflegeleicht" sei. Aber auch sie war eine Zweifach-Mama, was vielleicht damit zusammenhängen könnte.
Überhaupt wirkten die "doppelten Mütter" auf mich ein wenig geruhsamer, ausgeglichener, nicht so "angespannt", wenn ihr versteht, was ich damit sagen möchte. Aber wirklich nur subjektiv auf mich bezogen, das meine ich auch überhaupt nicht wertend. 
Und ich muss im Nachhinein sagen: auch wenn ich mich immer als sehr sichere Mutter gefühlt habe beim Novemberjungen, so merke ich doch, dass es ein riesengroßer Unterschied zu jetzt ist. Es war beim ersten Kind wirklich ALLES anders. ALLES ungewohnt, ALLES neu, man konnte einfach auf NULL Erfahrungen zurückgreifen.


Nun, ich weiß, dass wir auch bei Jakob immer von pflegeleicht gesprochen haben. Und immer witzelten "Wenn das zweite Kind auch so wird, dann ist es ja kein Problem" ... Im Prinzip auch gar nicht falsch. Auch wenn wir jetzt gerne sagen, dass sie noch "einfacher" ist als Jakob damals (noch weniger schreit, noch zufriedener erscheint).

Man mag pflegeleicht jetzt interpretieren wie man möchte, aber ich glaube, genau da liegt der Knackpunkt, der sich auch jetzt auf das Frühlingsmädchen und sein Gebaren auswirkt.
Denn ich weiß, dass wir bei Jakob durchaus noch sehr häufig erstaunt waren, wie schlecht vieles funktioniert, was in der Vorstellung logisch und klar erschien. Und im Endeffekt war es doch kompliziertert als gedacht, vor allem was eben den alltäglichen Umgang anbelangte: das Schlafen tagsüber, das Füttern mit Brei, im Kinderwagen liegen, Autofahren etc. 

Nun machen wir nicht viele Dinge anders als bei Jakob, wir machen die für uns richtigen Dinge, die auch bei ihm immer geklappt haben, nur intensiver: mehr tragen, mehr Nähe spenden, Familienbett von Anfang an, mehr Geruhsamkeit im Alltag ohne viel Brimborium. Und die Haltung ist einfach eine völlig andere, das kann ich bei mir durchaus beobachten. Wenn sie abends sehr angespannt ist und (für sie sehr untypisch) schreit, dann ist das eben so. Dann ab ins Tuch und ihr das geben, was sie benötigt, dass sie sich geborgen und sicher fühlt. Dann hat sich das Thema innerhalb weniger Minuten erledigt (auch wenn ich innerlich, gerade wenn ich abends mal alleine bin, sehr aufgewühlt bin und mich das wirklich stresst).
Wir fahren so wenig wie möglich Auto, Kinderwagen nur wenn es überhaupt nicht anders geht - so nervenschonend eben wie möglich.
Und das alles heißt auch immer noch nicht, dass ich abends noch voller Energie bin und Bäume pflanzen könnte - im Gegenteil. Ich lege mich, weil Love derzeit auch spät ins Bett geht, für meine Bedürfnisse eigentlich ebenfalls zu spät hin - das schlaucht mit der Zeit schon, auch wenn die Kiddies durchschlafen bzw. wenig stillen nachts. Ändert trotzdem nichts daran, dass ich nicht durchschlafe ...

Es ist also die Sicht auf etwas, das es meiner Ansicht nach (noch) einfacher macht dieses Mal. Man macht sich nicht mehr großartig einen Kopf darum, solange es in einem Rahmen geschieht, der einem passend zum Kind erscheint. 

Ich möchte überhaupt nicht sagen, dass es keine  High-need Säuglinge gibt, dass es in vielen Fällen lange nicht so einfach ist - dass es vielleicht auch noch pflegeleichtere Kinder geben mag, die wirklich schlafen, wenn man sie in den Wagen legt, die man ins Bett legen kann und die von sich aus zur Ruhe finden und wegpennen, gar keine Frage. Zu denen gehört das Frühlingsmädchen nur eben nicht.

Pflegeleicht für uns ist dann doch ein anderes pflegeleicht als für andere Mütter und Väter und Eltern - eine eben doch arg persönliche Sichtweise.

Sonntag, 17. Juni 2018

Unser Wochenende in Bildern - 16. und 17. Juni 2018

Samstag


Hach ja, der leckere Kaffee am Morgen. 


Wir hätten da ja für den Herbst ein paar Pläne ...


Wir waren am Freitag in der Bibliothek und haben neue Bücher ausgeliehen. Die müssen nach dem Frühstück ein wenig bestaunt werden.


Derzeit wird ausgiebig mit allerlei Autos gespielt. Also wirklich richtig ausgiebig. Und ausschließlich. 


Auf den Spielplatz geht es mit einem Koffer voller Sandelsachen. 


Danach rasches Mittagessen.


Und ab nach Witzenhausen. Um Jakob noch ein wenig länger schlafen zu lassen, bleiben wir noch eine Runde auf dem Parkplatz im Auto und stillen/ chillen ein wenig. 


Das Café "Ringelnatz" ist sowas von empfehlenswert.


Springbrunnen sind derzeit spannend.


Spielplatzzeit. 


Picknicken.


Einmal auf den Turm hinauf.


Abendessen. Mit Mairübchen aus dem "Garten".


Ab in die Wanne, am liebsten mit allem duplo, was man so finden kann.


Ein kleines bisschen Entspannung für alle vor dem Abendessen, zwischen dem ganzen Ankommensstress und baden und Pipapo.


Ich lese noch ein ganz paar Zeilen, bevor ich ins Bett gehe.

Sonntag


Mein Kaffeetopping mache ich derzeit lieber selbst: Rohrohrzucker, Sissis Sünd, Kakaopulver und Zimt. Mir fällt gerade ein, Kardamom würde auch sehr gut passen.


Puzzeln und fertig machen, was hier derzeit ein wenig länger dauert. Einfach so, weil wegen vier Familienmitgliedern und überhaupt (wie machen andere das?!)


Und der Wunsch ist: auf den Spielplatz gehen. Na klaro!


Diese Wolkenformation ...


Klettern, springen, sandeln.


Mittagessen. Die Tomatensoße besteht vor allem aus dem Gemüse von gestern.


Kleines Päuschen, völlig unverhofft. Das sind die Besten!


Wir haben Eis geholt.


Jonas balkont ein bisschen, Jakob flutscht zwischen uns hin und her, je nachdem, wer gerade das spannendere Ding macht.


Abendessen und danach noch ein wenig spielen. Dank ausgefallenem Mittagsschlaf ist  meine Ruhepause heute ein wenig länger.


Ein bissl Hausarbeit zum Tagesabschluss.

Mehr gefällig? https://geborgen-wachsen.de/2018/06/17/wochenende-in-bildern-16-17-juni-2018/

Freitag, 15. Juni 2018

Ab August geht es in den Kindergarten

Der Lütte wird groß. Und das so schnell! Mit drei Jahren läuft hier in Hessen die Mitfinanzierung der Tagespflege aus, d.h. dass man ab drei Jahren sein Kind in den Kindergarten überführt (wenn man denn möchte).

Ich bin schon traurig, dass die Tagemamazeit ausläuft und die letzten Wochen eigentlich schon angebrochen sind, bevor im August die Eingewöhnung im Kindergarten losgeht. Wir haben sie so gerne und der Lütte hat sie sehr lieb und ich hoffe einfach nur, dass der Kontakt bestehen bleibt - auch, weil wir das Frühlingsmädchen ebenfalls in ihre Hände geben möchten, wenn es soweit sein sollte.

Es ist ein neuer Abschnitt, ein riesengroßer Einschnitt - vom Ältesten wird er zum Jüngsten, mit ihm starten bloß zwei andere neu in der Gruppe, alle anderen Kinder sind zwischen vier und sechs Jahre alt ... Am Hospitationstag sah man dann doch noch einen gewaltigen Unterschied.

Trotz des Platzmangels, auch bei den Ü3-Plätzen, haben wir in unserer favorisierten Kita und der dortigen Waldgruppe einen Platz angeboten bekommen. Also quasi der Jackpot eines jeden Elter, wenn man so will! Wir waren auf jeden Fall richtig glücklich, als wir den Anruf vor drei (oder vier?) Wochen bekamen. Zudem beträgt der Fußweg jetzt nur noch fünf Minuten, mit dem Buggy geht es sogar noch schneller.

Zunächst haben wir, auch etwas völlig Neues für uns, einen Halbtagplatz ohne Mittagessen, d.h. er ist bereits um halb eins wieder daheim. Wird eine Umstellung für alle, denke ich. Zunächst reicht uns der Platz aber aus, gerade für den Anfang finde ich es eher gut, dass er nur einen halben Tag dort mitmacht, weil ich glaube, dass das für sein Alter völlig ausreichend ist, aber nächsten Frühsommer bzw. Frühling, wenn Jonas' Elternzeit endet, werden wir vermutlich auf einen Vollzeitplatz angewiesen sein. Aber das ist noch ein bissl Zukunftsmusik.

Die Waldgruppe hat einen festen Bauwagentag, an dem wir auch hospitiert haben, zudem geht es (logisch!) viel in den Wald - genau das richtige für unsere kleine Energiebombe, die sich am liebsten draußen aufhält. Ich bin sehr gespannt.

Aus mehreren Gründen haben wir uns dazu entschieden, dass  Jonas dieses Mal die Eingewöhnung macht. Die letzte und erste hat mich doch sehr belastet, es war für mich eine anstrengende Zeit (keine Frage, für Love auch), und jetzt mit der Lütten ist es eh doof, da sie nun mal gestillt wird und ich einfach nicht voll und ganz für ihn da sein könnte. 

Tja, jetzt müssen wir mal gucken, was man da so braucht für ein Kindergartenkind (oh mein GOTT!) Vor allem eines, welches sich fast nur  draußen aufhalten wird, sommers wie winters ...

Mittwoch, 13. Juni 2018

"Wie ist es denn jetzt so, zu Viert?"

Schon lustig, wie viele diese Frage stellen, so oder ähnlich natürlich, und wie sich meine Antwort darauf immer wieder verändert; ganz abhängig vom Tag, den aktuellen Begebenheiten, dem Wetter - was weiß ich.


Und je nachdem wer auch die Frage stellt, ist man mehr oder weniger ehrlich. Oder eben auch unehrlich. Oder erzählt hier oder dort mehr oder weniger. 

Die Wahrheit möchte nicht jede*r hören oder man möchte sie nicht jedem oder jeder erzählen - gerade diese höflichen Nachfragen von irgendwem, mit dem man nichts zu tun hat, sind manchmal seltsam.

Jeder Tag ist anders: entweder anders anstrengend oder anders wunderschön oder "Ich will sofort Abend haben und ins Bett".  

Die größte Umstellung ist sicherlich: jeder von uns hat nun ein Kind. "Frei" wie bei einem Kind ist man derzeit eher selten. Was das noch alles mit sich bringen wird, sieht man in Andeutungen, manchmal auch schon in Aktion und vieles darf noch auf uns zukommen.

Ich schwanke, ob wir derzeit schon so etwas wie einen Alltag haben oder er sich noch entwickelt bzw. einspielt. Schwer zu sagen.

Angekommen sind wir, aber das Schöne ist ja: man reist jeden Tag weiter.

Montag, 11. Juni 2018

Das Wochenende in Bildern - 9. und 10. Juni 2018

Liegt es am Wetter oder an meiner/ unserer Verfassung, dass wir am Sonntagabend einfach nur komplett erledigt sind? Wir natürlich, die Kinder weniger - ist klar. Und das ist wohl die einzige wirkliche Umstellung: nur weil ein Kind schläft, heißt es nicht, dass das andere es auch tut (logisch), sodass die mittäglichen Ruhephasen ein wenig flach fallen und abends eben auch nicht um halb neun Schicht im Schacht ist.

Samstag


Meine neue Kaffeeüberzugkreation: Sissis Sünd gestreckt mit Rohrohrzucker und Zimt. Ein Hauch Kakaopulver könnte auch nicht schaden, muss ich das nächste Mal ausprobieren.


Der Klangbaum hat auch immer mal wieder seine goldenen Momente.


Frühstück, die Zweite. Rührtofu.


Nachdem die Lütte gebadet ist, möchte der Herbstjunge gleich auch noch seine Bauklötze baden.


Mit geputzten Fenstern und gewischtem Boden sieht alles schon wieder ganz anders aus.


Mittagsschlaf.


Kleines Mittagessen.


Wie praktisch, dass am Kamillenfeld gleich auch noch eine kleine Baustelle ist.


Flohmarktfunde.


Gesammelte Kamille.


Der Dörrex war ein Weihnachtsgeschenk und leider konnten wir ihn bisher nicht ausprobieren. Aber jetzt ist endlich Saison und wir legen los.

Sonntag 


Frühstück. Nachdem Love die ganze letzte Woche immer schon ausgeschlafen hat, so bis acht oder halb neun, ist pünktlich zum Wochenende natürlich wieder sieben Uhr angesagt ...


Das Wetter gestern war ja megamäßig anstregend, und obwohl es hier vormittags regnet, ist es Kreislaufmäßig nicht wirklich besser, weil es nachmittags wieder schwül ist. Boah ey, mensch ...


Kamille ist am Trocknen.


Wie lange hatte ich schon keine Regensachen mehr an?


Natürlich ist dann mal wieder kein Mensch auf dem Spielplatz. Das bissl Regen.


Auf dem Rückweg schieben wir noch ein bisschen länger, damit er direkt in den Mittagsschlaf finden kann.


Wir essen derweil.


Und ein bisschen Ruhe bekommen wir doch noch am Nachmittag, ich auf dem Bett, Jonas im Kinderzimmer.


 Erdbeeren selber pflücken. Man merkt an Größe und Beschaffenheit, dass hier einiges an Wasser fehlt im Vergleich zum letzten Jahr.


Jonas hat viel vor und wäscht und verarbeitet unsere drei Kilo (oder so) ratzfatz. Ein bisschen Marmelade, ein bisschen gezuckert fürs Müsli, ein bisschen im Joghurt, dann natürlich einige in den Dörrer - es gibt viel zu tun.

Mehr Wochenenden unter https://geborgen-wachsen.de/2018/06/10/wochenende-in-bildern-09-10-juni-2018/